Dreißig Jahre…

… wird es hoffentlich nicht dauern, bis ich meinen Roman geschrieben habe, aber immerhin geht es diesen Monat los!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr sinnvoll sein kann, im Vorfeld ein Treatment zu verfassen, gerade bei einem komplexen Projekt. Bislang habe ich dies nur für den Drehbuchbereich gemacht, aber jetzt habe ich eine solide Grundlage von über 70 Seiten, die auch schon die emotionale Grundfärbung des späteren Manuskripts transportiert. Ein paar Dialoge habe ich ebenfalls schon eingebaut.
Das war richtig viel Arbeit, aber im Verhältnis nicht mehr, als dieses verflixte Exposé! Eine Handlung von vielleicht 500 Seiten mit mehreren Zeitebenen auf wenige Seiten einzudampfen, ohne in verschachteltes Behördendeutsch zu verfallen, ist eine echte Herausforderung. Hilfreich hierbei war der distanzierte Blick mehrerer Testleserinnen und -leser, die tolle Ideen und Anmerkungen eingebracht haben. Danke, Judith, Christa und Manfred!
Auch das Exposé war ja eigentlich noch nicht nötig, das ist eine Frage der eigenen strukturellen Herangehensweise. Es beruhigt, die Essenz der Erzählung in Griffweite zu wissen, denn unweigerlich werde ich mich im Geflecht meiner Figuren verzetteln! Stichwort „Roter Faden“…
Zur Handlung selbst möchte ich keine Einzelheiten nach außen tragen zu einem Zeitpunkt, wo das Innenleben noch recht ungeordnet ist. Schriftstellerischer Aberglaube! Dennoch werde ich an dieser Stelle über Fort- und Rückschritte im auktorialen Prozess berichten!

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