Malen

Tierisch und göttlich

Mein Projekt „Tierische Ansichten“ findet gute Resonanz, was mich natürlich freut! Mit dem „großen“ Huhn „Henriette“ betrachte ich das Projekt als zunächst abgeschlossen, werde aber weiterhin hier und da gefiederte oder pelzige Zeitgenossen malen/zeichnen und fotografieren. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Bilder nach eigenen Fotos entstanden.

Und „göttlich“? Mein Schreibprojekt nimmt Form und Gestalt an! Es sind schon einige Geschichten fertig gebastelt, mit eigenen Illustrationen. Hephaistos, Leto, Demeter und Co. geben uns hilfreiche Tipps, mit eigenen Problemen und Widrigkeiten des Alltags besser umzugehen. Die Recherche zu den unterschiedlichen Mythen nimmt viel Raum ein: So bin ich in die Geschichte des Weinbaus und der Schmiedekunst eingestiegen und habe auch Ausflüge in die Welt der Quantenphysik unternommen – oder besser, unternehmen müssen! Das Ganze wird kein klassischer Ratgeber mit TO-DO-Kästchen und Handlungsanweisungen, die eh niemand dauerhaft befolgt. Es ist vielmehr als humorvolle und etwas philosophisch gewürzte Lektüre konzipiert.

Der Herbst steht vor der Tür, der Garten lenkt nicht mehr gar so sehr ab, und so wird genügend Zeit zum Schreiben bleiben. Wer immer hier vorbeischaut, sei freundlich gegrüßt – und möge seinen eigenen Weg durch die dunkle Jahreszeit finden!

Was bleibt?

Auf der Suche nach dem „roten Faden“ stellt sich auch die Frage: Was hat in dieser zunehmend flüchtigen Zeit noch Bestand, allgemein gesellschaftlich, aber auch persönlich? Dinge zum Festhalten, um nicht von der Twitter-Facebook-Fakenews Woge überspült zu werden? Erinnerungen, die verorten? Und die Kunst, zumal traditionelle Werke wie Gemälde und Fotografien, ist sie nicht längst überflüssig? Ich denke, ganz im Gegenteil! Neben Videoinstallationen und Performances hat auch die bemalte Leinwand weiterhin ihre Berechtigung. Über den reinen visuellen Reiz (auch nicht zu verachten) regt sie zu Reflexion, vielleicht auch zu Dialog oder Widerspruch an.

Ich werde mich in meinem neuen bilderischen Projekt dieser Frage widmen: was bleibt?  Beispiele aus der Werkstatt folgen!